Peer Learning
Im Projekt Peer Learning entwickelt das NNZ sechs verschiedene Formate, um NNZ Mitglieder dabei zu unterstützen, voneinander zu lernen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und die Umsetzung der SDGs in der Zentralschweiz zu beschleunigen.
Die Formate
Kurze, inspirierende Online-Inputs mit Praxisbezug, die Wissen teilen und Diskussion anregen.
Webinare bieten einen niedrigschwelligen, flexiblen und ressourcenschonenden Zugang zu Wissen. Mitglieder können ortsunabhängig teilnehmen, vom Wissen von Fachpersonen lernen und praxisnahe Fragen diskutieren.
Im Mai 2025 wurde das NNZ Webinar #01 zum Thema "Glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation ohne Greenwashing" durchgeführt. Dieser erste Termin diente als Vorpilot für die Entwicklung künftiger Webinare im Rahmen des Peer Learnings. Weitere Pilotdurchführungen sind in Planung, aufgrund derer ein standardisiertes Format für NNZ Webinare entwickelt und etabliert wird.
Austauschrunden über Mittag.
«Learn over Lunch» integriert informelles Lernen, gemeinsame Begegnung und Genuss in die Mittagspause. Durch kurze Inputs, kompakte Diskussionen und eine lockere Atmosphäre entsteht ein offener und konstruktiver Raum für Peer Learning: praxisnah, dialogorientiert und gemeinschaftlich.
Das Format «Learn over Lunch» wird voraussichtlich in Kooperation mit dem NNZ Mitglied IG Arbeit getestet, z. B. im Restaurant Nylon 7 in Emmen.
Fachlicher Austausch unter Nachhaltigkeitsverantwortlichen, um Erfahrungen und Best Practices zu teilen.
Bereits seit 2022 baut das NNZ eine Community der Nachhaltigkeitsveranwortlichen der Zentralschweiz (NVZ) auf. Diese Gemeinschaft verfügt über wertvoller Erfahrungswissen, gewachsene Beziehungen und ein gemeinsames Verständnis für regionale Herausforderungen im Nachhaltigkeitsbereich. Im Peer Learning nach Funktionen kommt diese Community zusammen und entwickelt ein SDG-orientiertes Curriculum für Menschen, die in vergleichbaren Funktionen in anderen Organisationen der Region tätig sind. Durch diese funktionsbezogene Perspektive entsteht ein effizienter und wirksamer Austauschraum: Best Practices lassen sich gezielt teilen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Organisationen werden sichtbar, und Lösungsansätze können direkt auf ähnliche Aufgabenstellungen übertragen werden.
Dieses Prinzip lässt sich auch auf andere Funktionen in Organisationen übertragen, doch wählen wir als erste Zielgruppe bewusst die Nachhaltigkeitsverantwortlichen, da sie bereits via NNZ im Austausch standen und einen ganzheitlichen Überblick über die Nachhaltigkeitsthemen in ihren und anderen Unternehmen haben.
Strukturierte, kollegiale Beratung zu konkreten Challenges.
Das Peer Coaching nutzt die Methode der «Reflecting Teams (RT)» bzw. der «kollegialen Fallbearbeitung», um NNZ Mitglieder bei aktuellen Herausforderungen gezielt zu unterstützen. Der Vorbereitungsaufwand bleibt bewusst schlank: Über einen «Call for Challenges» sammeln wir konkrete Fragestellungen aus dem Netzwerk, bei denen sich Mitglieder Austausch, neue Perspektiven oder fachliche Unterstützung wünschen.
Aus den eingereichten Themen wählen wir die zwei bis drei relevantesten aus und gestalten zu diesen Themen Reflecting-Teams-Sessions. Hierfür laden wir gezielt aus unserer Sicht passende NNZ-Mitglieder und Externe ein, die aufgrund ihrer Erfahrung oder Perspektive besonders wertvollen Input leisten können.
Intensive Auseinandersetzungen zu komplexen, systemischen Nachhaltigkeitsthemen.
Das Format «Deep Dives» wurde von den NNZ Mitgliedern Kulturhof Hinter Musegg und Lucerne Strategy Advisors gemeinsam entwickelt. Im Vordergrund stehen die Analyse und Bearbeitung von komplexen systemischen Herausforderungen. Der sorgfältig kuratierte Arbeitsprozess richtet sich an Situationen, in denen einfache Antworten nicht ausreichen und in denen es entscheidend ist, die richtigen Akteure, Perspektiven und Expertisen zusammenzubringen. Ebenso wichtig ist die passende Atmosphäre – ein Setting, das Offenheit, kreatives Denken und gemeinsames Problemlösen ermöglicht.
Ein «Deep Dive» schafft damit ein Kooperationsumfeld, das vertieftes Verstehen, systemisches Denken und innovative Lösungsansätze fördert. Durch die Kombination aus methodischer Struktur, gezielter Gruppenzusammensetzung und einem förderlichen Rahmen wird eine hohe inhaltliche Tiefe erreicht – und es entstehen realistische, umsetzbare Handlungsoptionen für komplexe Fragestellungen.
Gemeinsame Besuche bei Organisationen und Projekten, um inspirierende Praxisbeispiele kennenzulernen.
Lernexpeditionen schaffen die Möglichkeit, innovative Projekte, Orte oder Arbeitsweisen direkt vor Ort zu erleben. Statt über Konzepte zu sprechen, tauchen die Teilnehmenden in echte Praxisumfelder ein und gewinnen dadurch ein lebendiges, anschauliches Verständnis für gelungene Ansätze der nachhaltigen Entwicklung.
Das Format wird in zwei Varianten pilotiert. Einerseits sind drei Lernexpeditionen zu Unternehmen in Emmen geplant, die bereits einen überzeugenden Leistungsausweis bezüglich ihrer SDG-Beiträge vorweisen. Andererseits ist eine weitere Durchführung vorgesehen, die sich gezielt an KMU in der Breite richtet. Ziel ist es, auch Unternehmen ohne ausgeprägte Vorerfahrung mitzunehmen, ihnen Orientierung zu bieten und erste Schritte Richtung SDG-Wirkung aufzuzeigen.
Geplante Sessions
27.02.2026: Quartalstreffen, 16:00 - 18:00
Die Einladung folgt.
Vergangene Sessions
28.11.2025: Kick-Off-Anlass, 16:00 - 18:00
In den Räumlichkeiten der IG Arbeit wurden die Formate vorgestellt und Ideen der Mitglieder gesammelt.